Frei zu sein bedeutet nicht nur, seine eigenen Fesseln zu lösen, sondern ein Leben zu führen, das auch die Freiheit anderer respektiert und fördert. ~ Nelson Mandela



[Rezension] Lindgren: Mio, mein Mio

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2 Kommentare

Mio, mein Mio

Mio, min Mio
von Astrid Lindgren
aus dem Schwedischen von Karl Kurt Peters
Preis: 9,90€
ISBN: 978-3-7891-4090-7
205 Seiten

Inhalt: 
Keinen Augenblick hat der Waisenjunge Bo Vilhelm Olsson geglaubt, dass sein echter Vater ein Lump war, wie seine Pflegemutter immer behauptet. Als er auf geheimnisvolle Weise ins "Land der Ferne" gelangt, findet er seinen Vater, den König des Landes. Alles, was vorher falsch war, ist nun richtig: Aus Bo wird Prinz Mio, und jetzt erfährt er auch die Liebe und Geborgenheit, nach der er sich immer gesehnt hat. Und mit der Unterstützung seines neuen Freundes Jum-Jum wird er schließlich den Kampf gegen das Böse aufnehmen und das Reich seines Vaters davon erlösen...

Woher hab ich das Buch?
Zum 100. Geburtstag von Astrid Lindgren gab es Sondereditionen ihrer Bücher. Ich hab damals einige davon geschenkt bekommen. Letztes Jahr hab ich meine Sammlung (mit gebrauchten Büchern) vervollständigt und dabei "Mio, mein Mio" gekauft.

Meine Lesegeschwindigkeit:
Zwei Tage.

 
Meine Meinung:
Vor sechs Jahren hab ich mir das Buch mal ausgeliehen, konnte mich jetzt aber nicht mehr an den Inhalt erinnern. Ich wusste nur noch, dass es ziemlich märchenhaft ist. Das war vermutlich auch der Grund, warum ich mit diesem Buch meine persönliche Astrid-Lindgren-Challenge begonnen hab.

Gleich im ersten Kapitel verlässt Bo, genannt Bosse, unsere Welt und kommt in das Land der Ferne. Er ist zunächst sehr beschäftigt damit, dieses märchenhafte Land zu entdecken und sich überall beliebt zu machen. Auf seiner Entdeckungstour findet er auch heraus, dass das Land der Ferne von einem Ritter aus dem Land Außerhalb bedroht wird. Nach und nach erkennt Mio, wie er jetzt heißt, seine Mission: er ist der Einzige, der das Böse besiegen kann.

Wie in anderen Märchen erfährt man über die einzelnen Personen nur wenig. Mio ist der gute Prinz, der ganz heldenhaft und selbstlos das Land der Ferne rettet. Sein Vater liebt ihn und Mios bester Freund Jum-Jum unterstützt Mio. Ritter Kato ist der Böse mit einem steinernen Herz. Jeder hilft Mio bereitwillig außer natürlich Ritter Katos Soldaten.

Wenn es kein Kinderbuch wäre, wäre es zu wenig durchdacht. Die Geschichte wirft einige Fragen auf und nicht selten denkt man sich: "Das ging jetzt so einfach?" Andererseits hat das Buch bei mir nostalgische Gefühle erweckt, weil ich als Kind ziemlich viel mit Märchen in Berührung gekommen bin (wie vermutlich jeder?).

Für Kinder ist dieses Buch perfekt. Für Erwachsene genauso, denn das ist ein Buch, bei dem man sich wenig Gedanken machen muss und sich einfach mal von der realen Welt ausklinken kann.

Kommentare:

  1. Hallo,
    Ehrlich gesagt bin ich ein ziemlicher Astrid Lingren Fan (immer gewesen) und deshalb natürlich auch von Mio, mein Mio begeistert! Die kleinen Unstimmigkeiten haben mich nie sonderlich gestört und das Ende fand ich immer ziemlich episch - vor allem, weil mir der böse Ritter Kato mit seinem Herz aus Stein auf einmal leid tat, wo man ihm doch vorher wirklich gar nichts abgewinnen konnte.
    Klar ist es eine Kindergeschichte, aber ich denke auch, dass Erwachsene sie genauso gut lesen können - wie beim kleinen Prinzen (okay, vielleicht nicht ganz so stark) finden sich da immer noch mehr Aspekte, die einem vorher nie aufgefallen sind, das finde ich schön...

    Liebe Grüße
    Vi

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    1. Astrid Lindgren hat einfach auch echt tolle Bücher geschrieben. Mio, mein Mio ist ein schönes Märchen und ich frag mich, ob die Figuren für reale Personen stehen. In Pippi Langstrumpf ist mir das aufgefallen, da gibt es Anspielungen auf Hitler und überhaupt sind da jede Menge Witze versteckt, die man als Kind gar nicht versteht. Den kleinen Prinzen muss ich auch mal lesen, das ist echt eine Bildungslücke...

      LG Lioba

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