Frei zu sein bedeutet nicht nur, seine eigenen Fesseln zu lösen, sondern ein Leben zu führen, das auch die Freiheit anderer respektiert und fördert. ~ Nelson Mandela



[Rezension] Spielman: Morgen kommt ein neuer Himmel

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Morgen kommt ein neuer Himmel

The Life List
von Lori Nelson Spielman
aus dem Amerikanischen von Andrea Fischer
Preis: 14,99€
363 Seiten

Inhalt: 
Elizabeth weiß, dass sie sterben wird. Und sie weiß auch, dass ihre 34-jährige Tochter Brett nicht glücklich ist - trotz Freund, Wohnung und Job.
In ihrem Testament fordert Elizabeth ihre Tochter dazu auf, ihr Leben komplett zu ändern und hinterlässt ihr mehrere Briefe. Sie ruft Brett dazu auf, ihre Träume nicht aufzugeben und ihr Leben in die Hand zu nehmen - denn nur sie selbst kann es ändern ...

Woher hab ich das Buch?
Ganz auf herkömmliche Art - selbst gekauft in einer Buchhandlung.

Meine Lesegeschwindigkeit:
Ich hatte es innerhalb von ein paar Stunden durch.

 
Meine Meinung:

Ursprünglich wollte ich zuerst die geliehenen Bücher lesen. Aber dann hat mich dieses Buch nicht mehr losgelassen. Ich hab mich die ganze Zeit darauf gefreut, dieses Buch endlich zu lesen. Wahrscheinlich hätte ich mich auf eine andere Handlung gar nicht konzentrieren können.

Elizabeth will, dass ihre Tochter wieder glücklich wird. Aus diesem Grund gibt sie dem Anwalt Brad, den sie für das Testament beauftragt hat, eine Liste mit Lebenszielen - die Brett mit 14 Jahren aufgesetzt hat. Ein paar sind schon abgehakt, die anderen soll Brett jetzt erreichen. Jedes Mal, wenn sie ein Ziel erreicht hat, soll ihr Brad den dazugehörigen Brief ihrer Mutter vorlesen. Doch Brett, die mittlerweile 34 ist, hat jetzt ganz andere Ziele - oder etwa nicht?

Die Geschichte hat mich fasziniert. Die Idee ist zwar nicht neu - man schreibt eine Liste mit Zielen, die man bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erledigt haben will -, aber eine 20 Jahre alte Liste erfüllen? Noch dazu, wenn man von der verstorbenen Mutter dazu gezwungen wird. Und zwar auf eine Weise, der man gar nicht entkommen kann.

Das Buch hat eine unglaubliche Entwicklung. Anfangs waren Bretts Gefühle zwar beschrieben, ich konnte aber nicht mitfühlen. Gegen Ende wurde die Geschichte so gefühlvoll, ich bin aus dem Heulen nicht mehr rausgekommen.
Ich hab eine Vermutung, warum das so ist, aber das spoilert vermutlich zu sehr:
Brett entwickelt sich in dem Buch extrem. Am Anfang ist sie unglücklich, zwar ohne es zu wissen, aber sie ist auf jeden Fall nicht glücklich. Das spürt man beim Lesen. Ich hab war mit der Beschreibung der Gefühle auch nicht glücklich. 
Durch ihre Lebenszieleliste merkt Brett, wo sie feststeckt, und verändert ihr Leben nach und nach. Sie wird glücklich. Und ihre Gefühle werden einfühlsamer beschrieben. Wie gesagt, ab einem Zeitpunkt hab ich bis zum Ende nur noch geheult. 

"Morgen kommt ein neuer Himmel" hat mich unglaublich begeistert. Es regt an, selber mal über sein Leben nachzudenken. Bin ich glücklich? Bin ich nicht unglücklich, sondern so "passt schon"? Kann ich wirklich irgendwas in meinem Leben verändern?
Manchmal denke ich mir, wenn mich irgendetwas nervt: "Das kann ich doch eh nicht ändern, selbst wenn ich wollte. Dann akzeptier ich das lieber." Doch zum Ändern fehlt uns nur der Mut - und die Motivation. Julia Engelmann hat das perfekt getroffen: "Mein Patronus ist ein Schweinehund."

Ich will hier keine Moralpredigten halten. Als Brett das erste Mal von den Erwartungen ihrer verstorbenen Mutter gehört hat, hat sie auch tausend Ausflüchte gesucht. "Ich kann doch nicht mein Leben ändern!" "Aber ich liebe Andrew!" "Ich arbeite gerne in der Firma." Und so weiter. Lest das Buch und erfährt, ob Brett letztendlich ihr Leben ändert oder nicht.

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