Frei zu sein bedeutet nicht nur, seine eigenen Fesseln zu lösen, sondern ein Leben zu führen, das auch die Freiheit anderer respektiert und fördert. ~ Nelson Mandela



[Rezension] Oliver: Amor 2 - Pandemonium

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Gib deinen Senf dazu!

Pandemonium [chaos, wirrnis, tumult]

Pandemonium
von Lauren Oliver
aus dem Englischen von Katharina Diestelmeier
Verlag: Carlsen
Preis: 17,90 €
350 Seiten

"Alles, was du mal warst, das Leben, das du geführt hast, die Leute, die du kanntest ... Staub. Es gibt kein Vorher. Es gibt nur das Jetzt und was danach kommt." Seite 26

Inhalt: 
Die angepasste Lena von früher gibt es nicht mehr. Die glaubte, was man ihr sagte, und sich gegen die Liebe heilen lassen wollte. Dieses alte Ich hat Lena zurückgelassen auf der anderen Seite des Zauns, über den sie mit Alex geflohen ist. Hier, in der Wildnis, schließt sie sich dem Widerstand an. Ein Auftrag führt sie erneut in die Stadt. Und tief in ihrem Innern gibt sie die Hoffnung nicht auf, dass Alex doch noch am Leben ist. Sie muss ihn finden. Denn in ihrem Herzen lodert immer noch die Liebe. (Carlsen)
 
Woher hab ich das Buch?
Aus der Bücherei.

Meine Lesegeschwindigkeit:
Ich hatte es innerhalb von zwei Tagen durch.

 
Meine Meinung:

Nach dem ersten Band war ich auf die Fortsetzung extrem gespannt. Und dann, als ich den zweiten Band angefangen hatte, wusste ich gar nicht mehr, worauf ich so gespannt war. Vielleicht liegt das an der Erzählweise.

In Pandemonium springt die Autorin immer wieder zwischen damals und jetzt. Damals ist die Zeit nach Lenas Flucht, jetzt ist ungefähr ein halbes Jahr später. Damals versucht Lena in der Wildnis zu überleben - mithilfe von Raven und ihren Leuten. Jetzt lebt sie wieder hinter der Mauer und gehört der Widerstandsgruppe an.

Was sonst alles im Buch passiert, könnte ich wahrscheinlich gar nicht beschreiben, ohne zu spoilern. Aber auf Lena und die Regierung möchte ich eingehen.

Lena hat sich verändert. Glasklar. Früher war sie schüchtern und zurückhaltend. Doch spätestens seit ihrer Flucht hat sie an Selbstvertrauen und -bewusstsein gewonnen, das ist unglaublich. Vermutlich macht das für die äußere Welt gar nicht so viel Unterschied. Aber für sie selber. Ihre anderen Eigenschaften hat sie behalten. Die wichtigeste Eigenschaft von allen: Sie kämpft und sie liebt.

Die Regierung hat sich ein ganz kleines bisschen verändert: Sie behauptet jetzt nicht mehr, dass es außerhalb der Mauern kein Leben gibt, dass es keine Invaliden gibt. Sondern sie macht jetzt richtig Jagd auf sie. Und das alles hat nur einen Grund: Die Widerstandsbewegung wächst und wächst. Anscheinend sind immer mehr Leute unzufrieden mit diesem lieblosen System.

Der Wechsel zwischen jetzt und damals hat mich immer wieder genervt. An der einen Stelle war es spannend, dann ist das Kapitel zu Ende und man springt in der Zeit zurück. Dann ist es hier spannend, das Kapitel zu Ende und man springt zurück in die Gegenwart, wo es auch spannend war. Und dann muss man sich erst mal wieder erinnern, was jetzt passiert ist, weil man gedanklich noch bei damals hängt.

Andererseits versteht man durch die Kapitel in der Vergangenheit die Gegenwart immer besser. Wenn alle Ereignisse chronologisch abgedruckt wären, wäre das Buch warscheinlich nur halb so spannend.

Im Großen und Ganzen eine großartige Fortsetzung mit gemeinem Cliffhanger. Noch gemeiner als bei Delirium.

Alle Bände auf einen Blick:
1. delirium [amor deliria nervosa]
2. pandemonium [chaos, wirrnis, tumult]
3. requiem [missa pro defunctis]

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