Frei zu sein bedeutet nicht nur, seine eigenen Fesseln zu lösen, sondern ein Leben zu führen, das auch die Freiheit anderer respektiert und fördert. ~ Nelson Mandela


[Rezension] Oliver: Amor 3 - Requiem

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2 Kommentare

Requiem [missa pro defunctis]

Requiem
von Lauren Oliver
aus dem Englischen von Katharina Diestelmeier
Verlag: Carlsen
Preis: 18,90 €
400 Seiten

"Wer springt, kann abstürzen, aber vielleicht fliegt er auch." Seite 371

Inhalt: 
Lena und Julian sind endlich zurück in der Wildnis. Hier sind sie vorerst in Sicherheit und alles könnte gut sein. Doch etwas zwischen den beiden hat sich verändert, und Lena spürt, dass sie eigentlich zu Alex gehört. Aber auch Alex ist nicht mehr der, den sie immer geliebt hat, und wirkt seltsam abweisend. Hana dagegen, Lenas Freundin von früher, führt ein ruhiges und geordnetes Leben ohne Liebe mit dem für sie ausgewählten Partner. Und während die Rebellen alles für den entscheidenden Angriff auf Portland vorbereiten, muss sich Lena ihrer Vergangenheit stellen. (Carlsen)

Woher hab ich das Buch?
Aus der Bücherei.

Meine Lesegeschwindigkeit:
Ich hatte es innerhalb von drei Tagen durch.

 
Meine Meinung:
Requiem ist abwechselnd aus Lenas und Hanas Sicht erzählt. Im zweiten Band kam Hana (Lenas ehemals beste Freundin) fast gar nicht vor, jetzt kommt sie in jedem zweiten Kapitel zu Wort. Sie wurde geheilt und steckt mitten in den Hochzeitsvorbereitungen mit Fred. Aber sie muss oft an Lena denken und macht sich Gedanken über Lenas Flucht.

Lena hat wichtigere Sorgen, als an Hana zu denken. Am Ende von Band 2 ist Alex wieder aufgetaucht. Aber er redet nicht mit ihr und sie gehört doch jetzt zu Julian. Alex hat sich verändert und hängt viel mit der Neuen in der Überlebensgruppe zusammen. Und Lena wünscht sich nichts sehnlicher, als mit Alex zu reden.

Noch viel wichtiger ist das Überleben. Es herrscht Krieg zwischen "Zombieland" (den Geheilten) und den Invaliden. Lenas Gruppe macht sich auf den Weg zu einer großen Invalidengruppe vor den Stadtmauern vor Waterbury. Doch der Weg ist nicht immer leicht.

Requiem konnte mich leider nicht so in den Bann ziehen wie Delirium und Pandemonium. Die Protagonisten waren mir zwar immer noch sehr sympatisch, aber im Vordergrund stand Lenas und Alex' Beziehung. Der Krieg und das Überleben waren in den Hintergrund gerückt. Natürlich gibt es vereinzelte Szenen, in denen gegen die Regierung gekämpft wird, aber das waren leider nur wenige.

Positiv aufgefallen sind mir Hanas Kapitel. Sie beschreibt die Welt der Geheilten, sodass man den Krieg von der anderen Seite auch kennengelernt hat. Außerdem erfährt der Leser viel über sie. Im ersten Band war sie nur ein Nebencharakter, in diesem Band hat sie mein Herz im Sturm erobert.

Der letzte Teil der Amor-Trilogie hat mich enttäuscht. Ich behaupte nicht, dass es ein schlechtes Buch ist, aber die Vorgängerbände schrauben die Erwartungen ziemlich hoch. Wenn Requiem ein Einzelband wäre (oder man Delirium und Pandemonium nicht gelesen hat), wäre es ein gutes Buch. Aber in die Reihe passt es nicht ganz so rein.

Alle Bände auf einen Blick:
1. delirium [amor deliria nervosa]
2. pandemonium [chaos, wirrnis, tumult]
3. requiem [missa pro defunctis]

Kommentare:

  1. ich habe jetzt wegen Spoiler nur den Abschlusssatz gelesen und ich hoffe echt, dass mich das Buch mehr überzeugen kann.... Wenn Reihenabschlüsse unpassend sind, ist das immer ärgerlich...! :/

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    1. hast du Band 1 und 2 schon gelesen?
      Im Abschlusssatz hab ich es vielleicht sogar zu extrem formuliert. Das Buch ist abwechselnd aus Hanas und Lenas Sicht, wobei ich Hanas Kapitel echt super fand. Diese Kapitel passen gut zur Trilogie, nur Lenas Kapitel konnten mich nicht immer so ganz überzeugen. Diese machen aber den größten Teil der Handlung aus.

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